Jury

Im Februar 2019 traf sich die erste Jury für den Preis der Nationalgalerie 2019. Aus den zahlreichen für die Longlist vorgeschlagenen Künstler*innen wählte sie in intensiven Gesprächen vier Positionen aus, die sie als wichtige und wegweisende Akteure in der gegenwärtigen künstlerischen Landschaft erachtet. Diese vier Nominierten werden am 1. März 2019 um 22 Uhr im Rahmen der öffentlichen Shortlist-Party im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin bekannt gegeben. Ihre gemeinsame Shortlist-Ausstellung mit aktuellen Werken wird am 15. August 2019 ebendort eröffnet.

Eine zweite Jury wird aus den vier nominierten Künstler*innen die*den diesjährige*n Preisträger*in auswählen und in einer festlichen Veranstaltung am 12. September 2019 auszeichnen. Ebenfalls an diesem Abend wird die Nationalgalerie gemeinsam mit der Deutschen Filmakademie auch den Förderpreises für Filmkunst verleihen, über den die oben genannte Jury in einem zweiten Treffen im Sommer entscheiden wird. Mehr zum Procedere des Preis der Nationalgalerie erfahren Sie hier.

Zweite Jury

Am 9. Mai 2019 wurden die Mitglieder der zweiten Jury bekannt gegeben, die im Herbst dieses Jahres aus den vier nominierten Künstler*innen den*die Gewinner*in auswählt. Zur zweiten Jury gehören:

Annie Fletcher
Direktorin des IMMA – Irish Museum of Modern Art, Dublin

Anna-Catharina Gebbers
Kuratorin am Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin

Udo Kittelmann
Direktor der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

Philippe Vergne
Direktor des Serralves Museum of Contemporary Art, Porto

Theodora Vischer
Senior Curator der Fondation Beyeler, Basel

Erste Jury

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Foto: Heide Prange

Nikola Dietrich ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Seit 2018 ist sie Direktorin des Kölnischen Kunstvereins, nachdem sie von 2008 bis 2013 die Leitung des Museums für Gegenwartskunst Basel innehatte. Dort hat sie unter anderem Ausstellungen von Henrik Olesen, Hilary Lloyd, Rodney Graham, Monica Bonvicini / Tom Burr, Tim Rollins & K.O.S., Robert Gober sowie die Ausstellung Tell it to my heart. Collected by Julie Ault kuratiert. Von 2004 bis 2007 war sie Kuratorin am Portikus in Frankfurt, wo sie zahlreiche Ausstellungen und begleitende Publikationen realisiert hat, darunter Projekte mit Francis Alys, John Baldessari, Judith Hopf, Paulina Olowska und Bonnie Camplin. Nikola Dietrich ist seit 2014 außerdem Mitherausgeberin des in Berlin verlegten Starship Magazins.

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Foto: Matthias Bothor

Doris Dörrie ist Schriftstellerin und Filmemacherin. Nach Studienaufenthalten in Kalifornien und New York studierte die gebürtige Hannoveranerin von 1975 bis 1978 an der Hochschule für Fernsehen und Film in München (HFF München). Der Durchbruch als Regisseurin gelang ihr 1985 mit dem Kinoüberraschungserfolg Männer. Seitdem sind zahlreiche weitere Kino-, Theater- und Opernarbeiten entstanden, darunter Bin ich schön? (1998), Nackt (2002), Kirschblüten – Hanami (2008), Mozarts Don Giovanni an der Hamburger Staatsoper (2011) sowie aktuell Kirschblüten und Dämonen (2019). Neben ihrer Tätigkeit als Regisseurin unterrichtet Dörrie seit 1997 als Professorin an der HFF München, seit 2009 als Leiterin des Lehrstuhls Creative Writing, und ist Autorin zahlreicher Romane und Erzählungen. Zu ihren bislang 23 Buchveröffentlichungen zählen unter anderem die Kinderbuchreihen Lotte und Mimi sowie zuletzt der Jugendroman In einem fremden Wald (2017). Doris Dörrie wurde neben vielen anderen Auszeichnungen mit dem Deutschen Filmpreis (u.a. 1986), dem Bayerischen Filmpreis (u.a. 1998), dem Grimme-Preis (2011) und dem Bundesverdienstkreuz (1996) geehrt.

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Foto:

Marina Fokidis ist Kuratorin, Schriftstellerin und Herausgeberin der Zeitschrift South as a State of Mind. Sie ist Gründerin des 2012 ins Leben gerufenen Magazins South as a State of Mind, einem zweimal im Jahr erscheinenden Kunst- und Kulturmagazin, und der Kunsthalle Athena, deren künstlerische Leitung sie ebenfalls übernommen hat. Fokidis hat das künstlerische Büro der documenta 14 in Athen geleitet und war ab 2015 als kuratorische Beraterin der documenta 14 in Athen tätig. Sie war unter anderem Co-Kuratorin der dritten Thessaloniki Biennale for Contemporary Art (2011), Kuratorin des Griechischen Pavillons auf der 51. Biennale von Venedig (2003) sowie Co-Kuratorin der ersten Tirana Biennale (2001). Neben ihrer kuratorischen Tätigkeit hatte Marina Fokidis Lehraufträge an der Universität der Künste Berlin (2017) und zahlreichen anderen Einrichtungen.

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Foto: privat

Ulrich Matthes wurde in Berlin geboren, wo er in den frühen 1980er-Jahren Schauspielunterricht bei Else Bongers nahm sowie Deutsche und Englische Literatur studierte. Erste Theatererfahrungen sammelte er am Theater Krefeld und Mönchengladbach, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Bayerischen Staatsschauspiel. 1988 wurde Matthes Ensemblemitglied an den Münchner Kammerspielen, ab 1992 spielte er Hauptrollen an der Berliner Schaubühne und seit der Spielzeit 2004/2005 ist er Mitglied im Ensemble des Deutschen Theaters in Berlin. Neben seiner Theatertätigkeit war Matthes in zahlreichen Filmproduktionen zu sehen, darunter Tom Tykwers Winterschläfer und Volker Schlöndorffs Der neunte Tag. Für seine Rolle im Fernsehfilm Im Schmerz geboren aus der Tatort-Reihe wurden ihm 2015 der Grimme-Preis und die Goldene Kamera in der Kategorie Bester Schauspieler national verliehen. Im selben Jahr wurde Matthes für seine Rolle in der Fernsehproduktion Bornholmer Straße mit dem Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen ausgezeichnet. 2017 spielte er die Hauptrolle in Rick Ostermanns Film Fremder Feind, mit der er erneut für den Grimme-Preis nominiert war. Von 2012 bis 2017 war Matthes außerdem Direktor der Sektion Darstellende Kunst an der Akademie der Künste in Berlin.

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Foto: Muhsin Akgun

Bige Örer ist seit 2008 Direktorin der Biennale Istanbul. Zuvor war sie ab 2003 Mitglied der Istanbul Foundation for Culture and Arts, wo sie an der Koordination von Kultur- und Kunstprojekten beteiligt war. Seit 2009 verantwortet Örer den türkischen Pavillon auf der Biennale di Venezia. Sie war zudem als Beraterin und Jurymitglied für zahlreiche internationale Kultur- und Kunstprojekte sowie als Expertin für die Europäische Union tätig. Neben ihrer kuratorischen Tätigkeit ist Örer Co-Autorin des Kinderbuches A Colourful Journey In A Time Machine: Istanbul Biennials for Children. Seit März 2013 ist Örer zudem Vizepräsidentin der International Biennial Association sowie Mitherausgeberin von deren Publikation PASS.